In acht Wochen eine No-Code-Plattform mit 32.000 Nutzern und mehr als 5 Mio. Datensätzen neu aufgebaut.
Vollständiger Neuaufbau von Bubble auf einem individuellen Next.js-Stack, gefolgt von zwei Wochen Nachbetreuung.
Ausgangslage
Die Plattform lief seit mehr als zwei Jahren auf Bubble: 32.000 Accounts, über 5 Millionen Datensätze und so viel No-Code-Logik, dass jedes neue Feature bestehende Funktionen gefährdete. Die Gründer wollten weitere AI-Features entwickeln, doch jede Integration musste in Bubble von Hand verdrahtet werden. Eine belastbare Codebasis gab es nicht. Deshalb fiel die Entscheidung für einen Neuaufbau. Nach acht Wochen musste die neue Plattform live sein.
Was normalerweise ein ganzes Team übernimmt, habe ich allein umgesetzt. Am Anfang stand das Geschäftsmodell, nicht der Code. Zuerst analysierte ich, wie das Produkt funktioniert und womit das Unternehmen Geld verdient. Danach arbeitete ich mich durch die bestehende Architektur, die Datenbank und sämtliche Bubble-Workflows. Nichts davon lag als Code vor. Statt jeden Workflow einzeln durchzuklicken, entwickelte ich eigene AI-Werkzeuge und Konnektoren, die die Bubble-Logik direkt auslesen konnten. So wurden aus Wochen manueller Analyse wenige Tage. Anschließend entwarf ich Datenbankschema und Datenmodell neu und baute vor der Umsetzung ein Designsystem in Storybook auf. Nach dem Go-live folgten zwei Wochen für Bereinigung, Fehlerbehebung und Support.
Herausforderungen
- Der Umfang eines ganzen TeamsAudit, neues Datenmodell, Backend, Frontend, Designsystem und Live-Migration. Normalerweise arbeiten daran mehrere Spezialisten. Hier musste alles allein und unter hohem Zeitdruck umgesetzt werden.
- Produktivdaten im laufenden BetriebMehr als 5 Millionen Datensätze, aktive Stripe-Abonnements und bestehende Logins mussten ohne Ausfall migriert werden. Datenverlust war keine Option.
- Undokumentierte Bubble-LogikBubble-Workflows sind kein exportierbarer Code. Jede Regel steckte in einem visuellen Editor. Es gab weder eine Dokumentation noch einen brauchbaren Export.
Wichtige Entscheidungen
- Next.js App Router und SupabaseServer Components für Katalogseiten, Supabase für die Authentifizierung und Postgres für das neue Datenmodell. So ließ sich die bestehende Struktur ohne unnötige Reibungsverluste abbilden.
- AI-gestützte AnalyseStatt alles von Hand zu analysieren, entwickelte ich eigene AI-Werkzeuge, die Bubble-Logik lesen und in Spezifikationen überführen konnten. Arbeit für mehrere Wochen war dadurch in Stunden erledigt. Die gesamte Analyse war nach einer Woche abgeschlossen.
- Gestaffelte MigrationEigene Skripte extrahierten die aktiven Bubble-Daten, überführten sie in das neue Schema und luden sie nach Postgres. Vor dem DNS-Wechsel wurde jeder Schritt in mehreren Testläufen geprüft.
Stack
- Next.js App Router
- React
- TypeScript
- Tailwind CSS
- Supabase
- PostgreSQL
- Prisma
- Drizzle
- better-auth
- Stripe
- AI Workflows
- Claude
- LLM
- MCP
- GitHub Actions
- Vite
- Turborepo
- AWS
- Serverless
- TDD
- Jest
- Vitest
- Vercel







